07.10.2021  20.00 Uhr
Jahnhalle Geislingen 

 

Süddeutsche Bläsersolisten PROFIVE

Franz Danzi 
Quintett g-moll Opus 56 Nr.2
Allegretto
Andante
Menuetto: Allegretto
Allegretto

Anton Reicha
Quintett Es-Dur Opus 88 Nr.2
Lento. Allegro moderato
Scherzo:Allegro
Andante grazioso
Finale: Allegro

Jacques Ibert
Trios pièces brèves für Bläserquintett
Allegro
Andante
Assez lent-Allegro scherzando

W.A. Mozart
Arien aus ”Die Zauberflöte“

August Klughardt
Quintett C-Dur Opus 79
Allegro ma non troppo 
Allegro vivace 
Andante grazioso
Adagio- Allegro molto vivace

 

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Die Süddeutschen Bläsersolisten PROFIVE = Fünf Professoren im Quintett!
Künstlerische Spitzenklasse gepaart mit ansteckender Spielfreude in der
Tradition der Würzburger Bläsersolisten.
Die Mitglieder sind allesamt Professoren an deutschen Musikhochschulen:
Gunhild Ott (Flöte) in Essen ,Jochen Müller-Brincken (Oboe) , Albrecht Holder
(Fagott) und Manfred Lindner (Klarinette) in Würzburg und Christian Lampert (Horn) in Stuttgart. Die Musiker  sind neben ihrer Lehrtätigkeit auch
solistisch sowie in anderen Kammermusikformationen tätig (u.a. Consortium
Classicum, Ensemble Villa Musica, Residenz-Quintett München), jedoch im
exklusiven Spitzenensemble PROFIVE finden sie stets die Symbiose aus
professioneller Werktreue und ausgelassener Spielfreude vereint. Darin liegt
das besondere Geheimnis, wenn bei jedem Konzert vom ersten Ton an der
berühmte Funke überspringt... !

 

02.12.2021  20.00 Uhr
Jahnhalle Geislingen (eventuell kann hier eine Verlegung in die Stadtkirche Geislingen erfolgen)

 

Hamburger Ratsmusik

 

"DER KÖNIG TANZT"

Marin Marais

Ballet en Rondeau (1656-1728) aus: Pièces de viole, 2. Livre, Paris 1701
L’Arabesque aus: Pièces de Viole, 4. Livre, Paris 1717
für Viola da gamba und Basso continuo


Louis de Caix d’Hervelois

Premiere Suite (um 1680-1760) Prélude - Musette La Surgere - Rondeau Le
Biron - Sarabande - La Boussac - La Monguichet
aus „Troiseme OEuvre“, Paris 1731
für Viola da gamba und Basso continuo


François Couperin

Vingt-Septième Ordre (1668-1733) L’Exquise/Qllemande –
Le Pavots/Nonchallamment –
Les Chinois/Lentement,Viste - Saillie/Vivement
für Cembalo solo


Marin Marais

Les Folies d’Espagne
(1656-1728) aus: Pièces de viole, 2. Livre, Paris 1701
für Viola da gamba und Basso continuo


Charles Dieupart

5ème Suitte (ca.1667-1740) Ouverture - Allemande - Courante - Sarabande -
Menuet en Rondeau
aus: Six Suittes de Clavessin (1701)
für Cembalo solo


Antoine Forqueray

II. Suite en sol majeur (1672-1745) La Bouron - La Mandoline - La Leclair
aus: Pièces de Viole, Paris 1747
für Viola da gamba und Basso continuo


Hamburger Ratsmusik
Simone Eckert Viola da gamba
Anke Dennert Cembalo

Die Hamburger Ratsmusik: ein Ensemble mit 500-jähriger Geschichte. Dieser Gegensatz reizt
zum kreativen Dialog zwischen Tradition und Gegenwart, von Alter Musik und lebendiger
Interpretation.
Die Anfänge der Hamburger Ratsmusik reichen zurück bis ins 16. Jahrhundert. Nach dem Grundsatz                                                                                         „Gott zu Ehren und Hamburg zur Lust, Ergötzlichkeit und Nutz“ leistete sich die Stadt ein Eliteensemble                                                                                   von acht Ratsmusikern, das mit den fürstlichen Hofkapellen
andernorts konkurrieren konnte. Seine erste Blüte erreichte das Ensemble im 17. und 18.
Jahrhundert unter führenden Musikern wie William Brade, Johann Schop, G.P. Telemann und
C.P.E. Bach.
Wieder auferweckt 1991 von der Gambistin Simone Eckert konzertiert das Ensemble heute in
Deutschland, vielen Ländern Europas, den USA und China. Fast 40 CDs mit zumeist Welt-
Ersteinspielungen Alter Musik und Aufnahmen für alle deutschen Rundfunksender und den
ORF dokumentieren seine Wiederentdeckungen von Musik aus Renaissance, Barock und
Klassik. 2006 und 2010 wurde das Ensemble mit dem dem Echo Klassik ausgezeichnet, 2016
mit dem RITTER-Preis der Oscar und Vera Ritter-Stiftung Hamburg.

3. Februar 2022  20.00 Uhr

Jahnhalle Geislingen

 

Parnassus Klaviertrio 

Julia Galic, Violine

Michael Groß, Violoncello

Johann Blanchard, Klavier

 

Auf dem Programm stehen Bearbeitungen der Beethovenschen Streichquartette für Klaviertrio. 

 

 

Ein Ensemble von Weltrang

Ähnlich wie ein guter Wein muss auch gute Musik reifen. Ob bewußt oder unbewußt: Dieser Maxime ist das Ende 1982/Anfang 1983 gegründete Trio Parnassus im Verlauf seiner 30jährigen Geschichte gefolgt. Perfektion, Liebe zum Detail, ein feines Gefühl für Stimmungen und die Lust auf Entdeckungen zeichnen Julia Galic (Violine), Michael Groß (Cello) und Johann Blanchard (Klavier) aus.

Unterstützt von Musikwissenschaftlern wie dem Schumann Forscher Joachim Draheim hebt das Trio Parnassus immer wieder musikalische Schätze aus den Archiven, die im Laufe der Zeit in Vergessenheit gerieten. Dabei konzentrieren sich die Recherchen auf das 19. Jahrhundert, also auf die Blütezeit dieser kleinen Besetzung. Von Pretiosen wie den Klaviertrios von Edouard Lalo, Joseph Rheinberger und Philipp Scharwenka legte das Trio Parnassus Ersteinspielungen vor, und die drei Klaviertrios von Woldemar Bargiel, einem Halbbruder von Clara Schumann, brachte es sowohl erfolgreich auf Tonträger als auch in den Konzertsaal zurück. »Diese Arbeit wird auch in den kommenden Jahren fortgesetzt«, verrät der Ensemblegründer Michael Groß, »In den Archiven liegen noch Hunderte von Werken, die jahrzehntelang nicht mehr gespielt wurden.«

Mit der 1991 fertiggestellten, von Kritikern hoch gelobten Einspielung sämtlicher Klaviertrios von Wolfgang Amadeus Mozart hatte das Trio Parnassus sofort die Liebhaber der Kammermusik für sich eingenommen. Bis heute haben die Musiker sämtliche Klaviertrios von sage und schreibe 20 Komponisten eingespielt, so auch von Ludwig van Beethoven, Johannes Brahms und Robert Schumann. Mit diesen Aufnahmen im Hintergrund spielte sich das Trio Parnassus in die Weltelite der Klaviertrios. Bereits 1999 wurde das Ensemble vom britischen Magazin »Classic CD« zu einem der beiden führenden Klaviertrios der Gegenwart gewählt.

Heute reicht das Konzertrepertoire des Trio Parnassus von frühen Werken der Klassik über die Romantik bis hin in die Moderne, also von den ersten wichtigen Klaviertrios aus der Feder Joseph Haydns bis zu Alfredo Casella, Ernest Bloch und Claude Arrieu sowie Hans Werner Henzes Kammersonate und Karl Michael Kommas »Dialog mit Schubert«.

Das ausgeklügelte Bemühen um interessante Programme findet auch Ausdruck in den Kammermusik Konzerten des Trios. Hier steht die geschlossene Dramaturgie immer im Vordergrund. So sind zum Beispiel an zwei thematisch miteinander verknüpften Abenden Kompositionen um den Freundeskreis Robert Schumanns zu hören. Oder es wird in einem Wiener Abend Schönbergs »Verklärte Nacht« mit den Trios von Franz Schubert verbunden.

Sehr sensibel lässt sich das Trio Parnassus auf die historischen Besonderheiten einer jeden Komposition ein, ohne dabei den eigenen, von dezenten Spannungsgeflechten geprägten Ensembleklang zu verleugnen. So verleihen sie beispielsweise Beethovens Trios die notwendige Strenge und spielen vor allem die frühen Werke mit konzentriertem, von romantischen Elementen freiem Ton. In den Spätwerken, als sich bei Beethoven ein Wandel abzeichnete, kommt es dann aber auf die wohldosierten, auf die Romantik hinweisenden Glissandi und Vibrati an.

Obwohl Michael Groß gerne zum Barock Cello greift, meiden die drei das in den 70er Jahren in Mode gekommene Historisieren. »Wir spielen alle auf modernen Instrumenten«, betont der Cellist. »Die Stahlsaiten eines Streichinstruments und das Klangvolumen eines Flügels erfordern ein völlig anderes Klangempfinden als Darmsaiten in Verbindung mit einem Hammerklavier.« In diesem Spannungsverhältnis von Historie und Moderne entwickelte das Ensemble eine eigene, unverwechselbare Klangidentität. So urteilt die BBC beim Vergleich sämtlicher Gesamtaufnahmen der Trios von W.A. Mozart: »Wenn Sie aber moderne Instrumente bevorzugen, dann gibt es nichts Besseres als das Trio Parnassus. Ihre Interpretationen sind lebendiger, aufmerksamer und phantasievoller als alle anderen traditionellen Aufführungen.«

Konsequent und beharrlich verfolgt das Trio Parnassus auch weiter seinen künstlerischen Weg. Dabei hat sich die Zusammenarbeit mit der für audiophile Produktionen bekannten Plattenfirma Dabringhaus und Grimm bewährt, bei der sämtliche Veröffentlichungen erschienen.

 

 

10. März 2022  20.00 Uhr

Jahnhalle Geislingen

 

Polen in Europa - Faszination eines besonderen Musiklands zwischen Ost und West
 

Kolja Lessing, Violine/Klavier und Moderation

 

Georg Philipp Telemann (1681-1767): 
Aus den 12 Fantasien für Violine ohne Bass (1735) 
Nr.9 h-moll, Nr.8 E-Dur, Nr.4 D-Dur 
 
Krzysztof Meyer (1943):
Zweite Sonate für Violine solo op.133 (2018) - Kolja Lessing gewidmet 
 
PAUSE 
 
Ignace Strasfogel (1909-1994):
Variations on a Well-known Tune für Klavier (1946)
 
Karol Szymanowski (1882-1937):
Zwei Mazurken op.62 für Klavier (1933/34)
 
Alexandre Tansman (1897-1986):
Mazurka "à la Chopin" für Klavier (1923)
 
Frédéric Chopin (1810-1849)
Barcarolle Fis-Dur op.60 für Klavier (1845/46)
 
KOLJA LESSING, einer der vielseitigsten Musiker unserer Zeit, hat als Geiger und
Pianist durch seine Verbindung von interpretatorischer und wissenschaftlicher
Arbeit dem Musikleben prägende Impulse verliehen.
Durch seinen Einsatz wurden z. B. Georg Philipp Telemanns Violinfantasien und
Johann Paul Westhoffs Violinsuiten ebenso für den Konzertsaal wiederentdeckt
wie auch viele bedeutende Klavierwerke des 20. Jahrhunderts, u. a. von Berthold
Goldschmidt, Philipp Jarnach, Ignace Strasfogel und Wladimir Vogel.
International ausgezeichnete CD-Produktionen dokumentieren diese stilistisch
differenzierte Auseinandersetzung mit Repertoire vom Barock bis zur Moderne,
das Standardwerke wie Raritäten gleichermaßen umfasst.
Kolja Lessings weltweite Konzert- und Aufnahmetätigkeit als Geiger und Pianist
beinhaltet sowohl die Zusammenarbeit mit führenden Orchestern unter
Dirigenten wie Yakov Kreizberg, Nello Santi und Lothar Zagrosek als auch
verschiedenste kammermusikalische Projekte. In Anerkennung seines
Engagements für verfemte Komponisten erhielt er 1999 den Johann-Wenzel-
Stamitz-Sonderpreis, 2008 wurde er mit dem Deutschen Kritikerpreis für Musik
ausgezeichnet. 2010 kam die Fernseh-Dokumentation „Ferne Klänge“ über
seinen Einsatz für Musik im Exil zur Erstsendung. 2015 empfing er die Otto-
Hirsch-Auszeichnung der Landeshauptstadt Stuttgart.
Zahlreiche Uraufführungen von Violinwerken, die Komponisten wie Haim
Alexander, Tzvi Avni, Abel Ehrlich, Jacqueline Fontyn, Berthold Goldschmidt,
Ursula Mamlok, Dimitri Terzakis und Hans Vogt eigens für Kolja Lessing
schrieben, spiegeln sein internationales Renommee ebenso wie regelmäßige
Einladungen zu Meisterkursen in Europa und Nordamerika.
Nach Professuren für Violine und Kammermusik an den Musikhochschulen
Würzburg und Leipzig wirkt er seit dem Jahre 2000 in gleicher Funktion an der
Musikhochschule Stuttgart. Seine eigene grundlegende musikalische Ausbildung
erhielt Kolja Lessing bei seiner Mutter und später bei Hansheinz Schneeberger in
Basel, wo er sich auch kompositorischen Studien widmete. Prägende
künstlerische Anregungen gewann er darüber hinaus aus der Zusammenarbeit
mit Berthold Goldschmidt, Ignace Strasfogel und Zoltán Székely. 

 

7. April 2022  20.00 Uhr

Jahnhalle Geislingen

 

JACOPO GIOVANNINI & YI LIN JIANG 
Klavier zu vier Händen

Das genaue Programm teilen uns die Pianisten kurzfristig mit. 

Der italienische Pianist Jacopo Giovannini gilt bereits seit seiner frühesten Kindheit als eine außergewöhnliche Hochbegabung: im Alter von vier Jahren begann er mit dem Klavierspiel, ein Jahr später gewann er seinen ersten internationalen Klavierwettbewerb, und mit sechs Jahren gab er seinen ersten öffentlichen Klavierabend in Roms Palazzo Barberini. Mit elf Jahren folgte dann sein Orchesterdebüt mit dem 1. Klavierkonzert von Ludwig van Beethoven im Großen Shostakovich-Saal der St. Petersburger Philharmonie unter der Leitung von Anatoly Rybalko und dem Sinfonieorchester von St. Petersburg.

Er gastiert regelmäßig auf internationalen Musikfestivals, u.a. beim Opernfestival in Tuscia, dem Festival Lisztomanias in Chateauroux und Paris, dem Jiang Artists Festival in Kaufbeuren sowie dem Reate Festival in Rieti, wo er 2010 im Teatro Flavio Vespasiano unter der Leitung von Kent Nagano und dem Tafelmusik-Orchester das 2. Klavierkonzert von Ludwig van Beethoven erfolgreich aufführte. Das 1. Klavierkonzert von Frédéric Chopin spielte er mit der Accademia Nazionale di Santa Cecilia, und weitere Konzerte führten ihn u.a. in die Lüneburger Heide mit dem Wratislavia Chamber Orchestra, in das Auditorium di Via della Conciliazione in Rom, in die Mailänder Salone degli Affreschi und in die New Yorker Carnegie Hall. Wertvolle Unterstützung erhielt er von namhaften Dirigenten wie Claudio Abbado und Antonio Pappano, außerdem wurden Interviews wie Porträts über ihn im nationalen Fernsehen ausgestrahlt.

In der Saison 2019/20 spielte er zahlreiche Rezitale (Kammermusik & solo) in Italien (Triest, Verona, Bozen, Florenz), Deutschland (Hannover, München) und Österreich (Arlberg). Als Solist führte er das Klavierkonzert von Edvard Grieg mit dem EY Young Talent Orchestra auf und wurde im Rahmen des Internationalen Klavierfestivals junger Meister auf eine Konzerttour mit dem Südwestdeutschen Kammerorchester eingeladen, u.a. im Konzerthaus Ravensburg, im Stadttheater Lindau und im Kleinen Goldenen Saal Augsburg.

1997 in Rom geboren, absolvierte Jacopo Giovannini bereits mit 14 Jahren sein Musikstudium am Conservatorio di Musica Santa Cecilia mit höchster Auszeichnung, gefolgt von weiteren Meisterkursen in Italien. Seit 2016 studiert er bei Prof. Bernd Goetzke, zeitgleich bei Olivier Gardon bis 2019, an der renommierten Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. (Stand: 2020-03-01)

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Hoch gelobt vom weltführenden Magazin Gramophone als ein Künstler mit „Kühnheit sowie außergewöhnlicher pianistischer Sicherheit“, zog der Young Steinway Artist Yi Lin Jiang mit der Veröffentlichung seines Debütalbums „Masques“ (Solaris Records) sofort die Aufmerksamkeit der internationalen Musikwelt auf sich und wurde noch in derselben Saison mit einer Nominierung für den renommierten Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Der Polnische Rundfunk würdigte diese CD als „eine Collage aus verschiedenen Farben und Emotionen“, die französische Zeitschrift Diapason attestierte seinem Spiel „eine mit Stolz getragene Geste“, der internationale Online-Guide AllMusic applaudierte „seine Virtuosität sowie sein Feingefühl für musikalische Stimmungen“, und BR-Klassik empfahl diese Platte als „das perspektivenreiche Porträt eines jungen Pianisten“. Die Süddeutsche Zeitung sprach über seine „enorme Musikalität und packende Ausdruckstiefe“, und das australische Limelight-Magazin ernannte ihn zu „einer beeindruckenden Neuheit auf dem Markt, außerordentlich talentiert mit vollkommener Technik und Elan“.

Mitten in der COVID-19-Pandemie gründete er 2020 sein eigenes Plattenlabel ANCLEF und konnte gemeinsam mit dem italienischen Pianisten Jacopo Giovannini die erste EP „Philia“ sowie das dazugehörige Solo-Album „IV·XXI“ mit der großzügigen Unterstützung des Deutschen Musikrats im Rahmen von „Neustart Kultur“ erfolgreich veröffentlichen. Weitere CD-Produktionen für die nächste Saison sind in Planung mit seinem langjährigen Tonmeister Peter Laenger.

Konzerteinladungen führten den in Europa aufgewachsenen Pianisten u.a. ins Konzerthaus Berlin, in die Laeiszhalle Hamburg, auf alle wichtigen Bühnen Münchens (Prinzregententheater; Gasteig; Herkulessaal und Cuvilliés-Theater in der Münchner Residenz), in die historische Willa Atma Zakopane sowie nach London in die St Martin-in-the-Fields, wo seine außerordentliche Aufführung von Beethovens Klaviersonate op. 111 im Rahmen seines Solo-Debüts mit Standing Ovations gefeiert wurde. Er gastierte u.a. bei den Münchner Opernfestspielen, dem Musikfest der NDR Radiophilharmonie, der Heidelberger Klavierwoche, dem Euregio Musikfestival, der Salzburg Biennale, dem Internationalen Klavierfestival junger Meister, den Countune Concerts sowie der Pianists of the World Series. Unter namhaften Dirigenten wie Allan Bergius, Carlos Domínguez-Nieto, Raphael von Hoensbroech, Hans Drewanz, Alexandra Helldorff und Massimiliano Caldi konzertierte er u.a. mit der Philharmonie Südwestfalen, dem Schwäbischen Jugendsinfonieorchester, dem Koszalin Philharmonic Orchestra, dem ATTACCA-Orchester des Bayerischen Staatorchesters und der Jungen Münchner Philharmonie. Weitere bedeutende Musikpersönlichkeiten wie Gerrit Glaner, Evgeny Kissin, Francisco Araiza, Łukasz Borowicz, Herbert Schuch, Toshio Hosokawa und Julius Berger beeinflussten seinen musikalischen Werdegang. Er ist Gründer und Intendant des Jiang Artists Festivals.

1988 in München geboren, erhielt Yi Lin Jiang mit sechs Jahren seinen ersten Klavierunterricht bei Barbara Strauß; bereits ein Jahr später gewann er seinen ersten Klavierwettbewerb. Mit zehn Jahren gab er sein Orchesterdebüt und wurde als jüngster Musiker mit dem Jugendkulturpreis der Stadt Kaufbeuren für seine außerordentlichen Musikaktivitäten ausgezeichnet. 2005 wurde er in die renommierte Klavierklasse des verstorbenen deutschen Pädagogen Karl-Heinz Kämmerling (1930-2012) aufgenommen, zunächst an der Universität Mozarteum Salzburg, seit 2010 an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, wo er zu der letzten Schülergeneration seines ehemaligen Lehrers gehörte. Seit 2012 studierte er bei der bekannten polnischen Pianistin Ewa Kupiec und schloss bei ihr sein Studium mit höchster Auszeichnung ab. Parallel zu seiner Konzertlaufbahn unterrichtet er seit 2015 als Assistent von Ewa Kupiec, seit 2017 zusätzlich auch als Dozent seine eigene Klasse an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. (Stand: 2021-07-20)